Das Montreux Jazz Festival im Schweizer Kanton Waadt fing an und für sich 1967 klein, aber fein an. Das seinerzeit für seine musikalischen Anlässe bekannte Montreux Casino war für drei Jahre der erste Schauplatz von Konzerten internationaler Jazz-Größen in der Westschweiz: Keith Jarrett, Nina Simone, Jan Garbarek oder Ella Fitzgerald hatten damals zugesagt und standen drei Tage lang für “Jazz pur” ein.

Exzellente Reputation

So exzellent, wie die Musikerinnen und Musiker damals waren, so exzellent war und blieb in den folgenden Jahrzehnten auch der Ruf des Festivals. Es verschaffte sich von Anfang an diese Reputation und gilt bis heute als eines der renommiertesten und größten Jazz Festivals der Welt.

Spitzen-Jazz

Die Initiatoren, der Pianist Géo Voumard und der Journalist Lance Tschannen, bauten das Konzept der Veranstaltung mit Unterstützung des damaligen stellvertretenden Leiters des Fremdenverkehrsvereins von Montreux, Claude Nobs, ausschließlich auf Jazz auf. Dies waren Jahre, in denen das Festival in Montreux für internationale Spitzenmusikerinnen und -musiker eine wichtige Plattform für Jazz-Konzerte in Europa war.

Internationale und regionale Klasse

Heute versammelt sich im Juli am Genfersee die internationale Musikszene von Rang und Namen, denn das Festival erweiterte sein Angebot in den letzten Jahrzehnten von Jazz auf Rock, Pop und World Music, konnte Künstlerinnen und Künstler der Weltklasse ebenso gewinnen wie Spitzenmusiker und -musikerinnen aus der Region.

Legendäre Aufnahmen

Legendär wurden Aufnahmen, die wegen des Montreux Jazz Festivals entstanden. So spielten “Deep Purple” in ihrem Song “Smoke on the Water” auf den im Jahr 1971 während eines Festival-Konzerts ausgebrochenen Brand im Montreux Casino an, “Queen” und David Bowie jamten ihren damals entstandenen Song “Under Pressure” von Montreux aus in die ganze Welt.

Die Konzerte der vielen Bands und Orchester wurden in den letzten Jahrzehnten aufgezeichnet. Eine daraus entstandene umfassende Sammlung von Audio- und Video-Aufnahmen ist mittlerweile ehrenvoller Teil des Weltdokumenten-Erbes und trägt mit dazu bei, die exzellente Reputation des Montreux Jazz Festivals zu bewahren.