Das Montreux Jazz Festival steht seit jeher für glanzvolle Konzerte in Jazz, Rock, Pop und World Music. Die Initiatoren waren von Anfang an bestrebt, hochkarätige Musikerinnen und Musiker an den Genfer See zu holen und dem Festival Weltruf zu verschaffen. Die Ausrichtung auf exzellente musikalische Beiträge führte ab 1967, dem Entstehungsjahr des Festivals, immer wieder zu legendären Auftritten von Größen wie beispielsweise Miles Davis und Quincy Jones im Jahr 1991. Die Aufnahme dieses Konzerts wurde, wie alle Konzertaufnahmen des Festivals, in das Weltdokumenten-Erbe aufgenommen.

Weltspitze am Genfer See

Die Internationalität der jährlichen Juni-Juli-Konzerte in der Westschweiz war bereits in ihren Anfängen gegeben. Die ersten Musikerinnen und Musiker der Weltspitze jener Zeit kamen damals noch ins Montreux Casino, später auch ins Montreux Convention Centre. Sie kamen und spielten, weil das Festival ihnen eine Plattform für Jazz-Konzerte in Europa bot, und sie sorgten für Highlights: Keith Jarrett, Bill Evans, Ella Fitzgerald, dann Oscar Peterson – große Namen, die dem Festival Glanz verliehen.

Fans und Insider

Während der letzten Jahrzehnte wuchs das Montreux Jazz Festival. Aus den anfänglichen drei Tagen wurden zwischenzeitlich und vorübergehend maximale 23 Tage. Heute finden über 16 Tage hinweg Auftritte statt, die sich auf mehrere Bühnen verteilen, wie im Auditorium Stravinski, im Montreux Jazz Club oder Montreux Jazz Lab. Außerdem werden die Montreux Jazz Trains oder Montreux Jazz Boats für Konzerte eingesetzt, um das Spitzen-Angebot des Festivals zu ergänzen. Vielfalt ist dabei bis zu den Boot-Konzerten zu verstehen, welche Genres wie Funky Jazz, Blues oder Salsa abdecken. Zu den zahlreichen Bands und Orchestern, Musikerinnen und Musikern zählen Chick Corea & The Akoustic Band sowie Van Morrison. Nach wie vor bietet das Festival Gelegenheit zu Jams und Stilmix.

Die internationale Ausrichtung und der exzellente Ruf des Montreux Festivals, seine Vielfalt und musikalischen Freiräume, die es immer wieder sowohl für Musikerinnen und Musiker als auch Zuhörerinnen und Zuhörer gewährt, bringen auch heute Superstars wie Billy Idol oder Paolo Conte an den Genfer See.